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Frauen – Landesliga Nord (Spieltag vom 01.06.2019)

Zahlreiche Fans hatten sich zusammen mit den Fußballerinnen des SV Leerstetten im Reisebus auf den Weg ins unterfränkische Schweinfurt gemacht um ihre Lieblinge bei ihrem letzten Saisonspiel bei hochsommerlichen Temperaturen zu unterstützen. Nachdem bekannt geworden war, dass die SpVgg Stegaurach in der kommenden Saison auf die Landesliga verzichten wird und deshalb nach dem letzten Spieltag der laufenden Saison als erster Absteiger auf den letzten Tabellenrang gesetzt wird, ging es für beide Teams eigentlich um nichts mehr, denn der SVL hatte den Ligaerhalt durch den Verzicht Stegaurachs schon sicher in der Tasche und der 1. FC Schweinfurt 05 war sportlich bereits abgestiegen.
Dem Spiel merkte man diese Konstellation jedoch nicht an. Die Kugelstädter gingen absolut motiviert ins Spiel. Sie erarbeitete sich auch leichte Feldvorteile gegen eher defensiv agierende Gäste, die vor dem eigenen Tor fast nichts zu ließen, für die erste Aktion nach vorne aber gut zwanzig Minuten brauchten. Der 20-Meter-Schuss von Sarah Tax war aber nicht hart genug um Keeperin Jacqueline Meißler vor ernsthafte Probleme zu stellen. Besser machte es Jasmin Kraus kurz darauf. Einen 18-Meter-Freistoß setzte sie so fulminant unter die Latte, dass Meißler diesmal chancenlos war (28.). Aus gleicher Position jagte Vanessa Faßold eine Zeigerumdrehung später die Kugel an die Oberkante der Querlatte. Ein zweites Tor zu diesem Zeitpunkt hätte wohl schon die Vorentscheidung bringen können. So ging es mit einer knappen 1:0 Gästeführung in die Pause.
Motiviert durch die eindringliche Halbzeitansprache ihres Trainers zeigten die Kugelstädterinnen gleich nach dem Wiederanpfiff dass sie sich in dieser Partie noch lange nicht geschlagen geben wollten. Sie liefen die Leerstettener Abwehr jetzt sehr früh an und kamen dadurch immer wieder zu schnellen Ballgewinnen. Gästekeeperin Anna Schneewind durfte ihr Können in der Folgezeit gleich mehrfach unter Beweis stellen. Die Gastgeberinnen sahen mit ihrem gefälligen Kombinationsspiel in keiner Phase wie ein Absteiger aus. Nur vor dem gegnerischen Tor versagten ihnen entweder die Nerven, oder sie waren zweiter Sieger gegen Schneewind. Der Versuch von Gästetrainer Marcel Kröning mit der Einwechslung von Helena Sinke und Katrin Hauffenmeyer die eigenen Angriffsbemühungen wieder anzukurbeln, führte nicht zum Erfolg. Doch obwohl Schweinfurt jetzt alles nach vorne warf, gelang es ihnen nicht mehr die Partie zu drehen. Schneewind hielt den Sieg für Leerstetten fest.
Mit diesem fünften Rückrundensieg und zwei Remis hat der SV Leerstetten in der Rückrunde 17 Zähler geholt und damit die beste Rückrunde seit dem Bayernligaabstieg 2016 abgeliefert. Mit insgesamt 30 Zählern landet Leerstetten, Punktgleich mit Bayreuth, auf Rang 7 in der Abschlusstabelle. Schweinfurt wird nächst Saison in der Bezirksoberliga einen neuen Anlauf auf die Landesliga nehmen.

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Frauen – Landesliga Nord (Spieltag vom 25.05.2019)

In einem äußerst spannenden Match setzten sich die Landesligafußballerinnen des SV Leerstetten dank ihres größeren Siegeswillens und einem glücklichen Wechselhändchen des Trainers, gegen die oberfränkischen Konkurrentinnen der SpVgg Bayreuth am Ende verdient mit 5:4 (3:2) durch.
Gleich zu Anfang der Partie sah es allerdings noch nicht nach einem Erfolg aus für den SVL. Erst sechs Minuten waren gespielt, als Schiedsrichter Heiko Trost nach einem unnötigen Foul im Sechzehner auf den Punkt zeigte. Bayreuths Lena Ganster verwandelte zum 0:1. Keine fünf Minuten später nutzte Shannon Bärnreuther einem Fehler in der SVL-Abwehr, steuerte alleine auf Torhüterin Anna Schneewind zu, ließ der Keeperin bei ihrem Abwehrversuch keine Chance und schon stand es 0:2 für die Gäste (11.). Leerstetten reagierte jetzt mit wütenden Angriffen und kam, nach einem Solo von Katrin Hauffenmeyer, zum 1:2 Anschlusstreffer (16.). Als dann Tamara Loukas durch Gästekeeperin Magdalena Holl von den Beinen geholt worden war, stellte Laura Felbinger mit dem fälligen Strafstoß zum 2:2 die Partie wieder auf null (23.). Die Heimelf gab jetzt richtig Gas und belohnte sich mit dem 3:2 Führungstreffer. Loukas hatte einen herrlichen Querpass von Hauffenmeyer sicher vollstreckt (31.). Leerstetten ließ nicht locker und arbeitete sich zahlreiche weitere hochkarätige Torchancen heraus. Helena Sinke, zweimal Hauffenmeyer und dreimal Tina Welsch hätten noch vor dem Halbzeitpfiff für eine Vorentscheidung sorgen können, vergaben aber leichtfertig.
Als Loukas gleich zu Beginn der zweiten Hälfte nach feinem Solo an der hervorragend reagierenden Gästetorhüterin gescheitert war und Hauffenmeyer wenig später die Kugel ans Lattenkreuz genagelt hatte, erwarteten die Zuschauer zunächst eine Fortsetzung des Feuerwerks von Hälfte eins. Sie sollten sich getäuscht haben. Nach einer unübersichtlichen Situation kam Bayreuths Sofie Lang am gegnerischen Fünfer zu Fall. Schiri Trost deutete zum dritten Mal auf den Punkt und wie beim ersten Mal vollstreckte Ganster sicher zum Ausgleich (54.). Mit dem erneuten Führungstreffer durch Sophia Hübner hatten die Gäste die Partie dann wenig später wieder zu ihren Gunsten gekippt (58.). Leerstettens Coach Marcel Kröning reagierte mit drei Einwechslungen und appellierte lautstark an den Glauben seiner Mädels, das Ding noch reißen zu können. Sie kamen jetzt wieder stärker auf, scheiterten jedoch ein ums andere Mal an der glänzend aufgelegten Bayreuther Torhüterin. Neunzig Minuten waren schon um, als die eingewechselten Amy Freymüller nach starkem Alleingang zum vielumjubelten 4:4-Ausgleich ein netzte (90.+1). Als ihr dann in der Nachspielzeit gar noch der nicht mehr erwartete Siegtreffer zum 5:4 (90.+5) gelungen war, war Schluss. So groß wie der Jubel auf Seiten der Gastgeber, war gleichzeitig die Enttäuschung auf Seiten der Gäste, hatten sie doch gerade in einem Spiel auf Augenhöhe den Sieg noch vor Augen und dann in der letzten Minute wieder hergeben müssen.
Mit diesem Erfolg zieht Leerstetten nach Punkten (27) mit Bayreuth gleich belegt in der Tabelle Rang sieben und dürfte vor dem letzten Spiel beim FC Schweinfurt 05 den Klassenerhalt fast sicher in der Tasche haben. Theoretisch könnten bei einer Leerstettener Niederlage in Schweinfurth und bei einem Sieg von Karsbach gegen Bayreuth und gleichzeitigem Punktgewinn von Stegaurach gegen Schwabthal nach Rundenschluss vier Mannschaften mit 27 Punkten die Plätze sechs bis neun in der Tabelle belegen. In diesem Fall würde in einer eigenen Tabelle unter den vier betroffenen Mannschaften errechnet, wer auf dem unter Umständen zum Abstieg verpflichtenden Rang 9 landet.

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Frauen – Landesliga Nord (Spieltag vom 18.05.2019)

Mit dem festen Vorsatz ihren zweiten Auswärtssieg in dieser Saison zu holen fuhren die Fußballerinnen des SV Leerstetten vergangenen Samstag zum unterfränkischen Bayernligaabsteiger SpVg Eicha. In einem anfangs äußerst zerfahrenen Spiel behielten sie am Ende mit 1:2 (0:0) die Oberhand und konnten drei wichtige Zähler gegen den drohenden Landesliga-Abstieg mit nach Hause nehmen.
Die erste Halbzeit war geprägt von beiderseitig wenig ansehnlichem Fußball mit vielen Zweikämpfen und unnötigen Ballverlusten im Mittelfeld aus denen jedoch keine Partei einen Vorteil gewinnen konnte. Bis auf einen gefährlichen Distanzschuss, der jedoch knapp am Gehäuse von Anna Schneewind vorbeistrich, wurden den wenigen Zuschauern kaum zwingende Toraktionen geboten. Angesichts des unansehnlichen Gekickes musste SVL-Trainer Marcel Kröning seinen Kickerinnen in einer unüberhörbaren Halbzeitansprache klar machen um was es geht.
Dies schien dann auch zu fruchten. Die Aktionen auf Seiten der Gäste wurden jetzt zielstrebiger. Tami Loukas, Katrin Hauffenmeyer und Jasmin Kraus scheiterten aber kurz nacheinander mit vielversprechenden Aktionen. Auch die eingewechselte Sarah Tax hatte kein Glück als sie allein auf Torhüterin Annalena Werft zu lief und ihr Isabel Raithel den Ball gerade noch vom Fuß spitzeln konnte. Erst als Kraus kurz vor dem Sechzehner an den Ball kam und mit einem platzierten Schuss für die Gästeführung gesorgt hatte, schien sich für Leerstetten alles ins Gute zu fügen (67.). Obwohl weitere Gelegenheiten da waren versäumten sie aber jetzt gleich nachzulegen und mussten dann 10 Minuten vor Schluss der Partie den Ausgleichstreffer hinnehmen. Marcella Hoch war, nach einem Freistoß, im Sechzehner ungehindert an den Ball gekommen und ließ Schneewind keine Chance. Leerstetten steckte nicht auf, schaltete weiter auf Vorwärtsgang und wurde dafür kurz vor Ende doch noch belohnt. Hauffenmeyer nutzte einen klaren Torwartfehler eiskalt aus und vollstreckte zum letztendlich verdienten 2:1 (85.).
Leerstetten hat es jetzt in der eigenen Hand in den zwei noch ausstehenden Spielen mit mindestens noch einem Sieg die Klasse sicher zu halten. Eicha steht zwar aktuell auf dem vorletzten Tabellenrang, könnte aber nächstes Wochenende mit einem Erfolg gegen den zwei Plätze davor liegenden FC Karsbach seine Hoffnung auf den Klassenerhalt trotzdem noch waren.

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Frauen – Landesliga Nord (Spieltag vom 11.05.2019)

Am viertletzten Spieltag mussten sich die Fußballerinnen des SVL auf ihrer Waldsportanlage gegen das Team des SV Neusorg mit einem enttäuschenden 1:1 (0:0) Remis zufrieden geben. Sie verpassten damit die gute Gelegenheit, sich an ihren Gästen vorbei ins Mittelfeld der Tabelle abzusetzen und damit ihre Abstiegssorgen etwas zu verringern.
Die Heimelf versuchte von Anfang an dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. So ergaben sich einige Gelegenheiten die jedoch nicht in zählbares umgemünzt werden konnten. Als Helena Sinke in der 8. Minute kurz vor dem Sechzehner abgezogen hatte, lenkte Gästekeeperin Lisa-Marie Lindner die Kugel gerade noch um den Pfosten. Nach dem anschließenden Eckball schoss Katrin Hauffenmeyer aus sieben Metern eine Gästeabwehrspielerin an und die Chance zur Führung war vorbei. Keine fünf Minuten später lenkte Amy Freymüller die Kugel, nach zu kurz geratener Torwartabwehr, nur an die Latte. Als sich Hauffenmeyer dann kurz vor der Pause den Ball in Höhe der Mittellinie etwas zu weit vor gelegt hatte und so von TW Lindner in Höhe des Fünferecks noch gestoppt werden konnte, kamen die Oberpfälzerinnen im Gegenzug zu ihrer ersten gefährlichen Aktion. Magdalena Kellner setzte ihren Distanzschuss aber etwas zu hoch an und das Spielgerät strich knapp übers Tor.
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit war es dann ein Strafstoß, der Leerstetten in Front bringen sollte. Freymüller war, nach schönem Solo, durch Milena Riedl im Strafraum zu Fall gebracht worden. Schiedsrichter Jorge Fernandes Pena deutete, zum Entsetzen der Gäste, sofort auf den Elfmeterpunkt. Hauffenmeyer ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und vollstreckte souverän zum 1:0 (48.). Neusorg fühlte sich durch die Elfmeterentscheidung benachteiligt. Das Spiel wurde ruppiger. Leerstetten hielt dagegen. Auch von außen wurde mächtig Stimmung gemacht. Schiri Pena hatte jetzt alle Hände voll zu tun, damit ihm das Spiel nicht entgleitet und sorgte mit seinem Freistoßpfiff in der 55. Minute für lautstarke Proteste bei Leerstettens Spielerinnen und Anhang. Aus gut 30 Metern verwandelte Kellner mit einem „Sonntagsschuss“ ins lange Tordreieck für Neusorg zum 1:1 Ausgleich. Über eine halbe Stunde war noch zu spielen. Die Gastgeberinnen wollten das Blatt unbedingt wenden und kamen über Tina Welsch, Hauffenmeyer und die eingewechselte Sarah Tax zu weiteren guten Gelegenheiten. Das Spiel war jetzt spannend und lebte vom Fight um jeden Ball. Als Tami Loukas dann, bei der letzten Chance in der Partie, mit einem Heber am langen Eck vorbeigezielt hatte, war Schluss und die Enttäuschung beim SVL war riesengroß.
Während der SV Neusorg mit dem Remis gut leben kann, fühlt sich der Punktgewinn aus Leerstettener Sicht eher wie ein Verlust an, rutscht man damit doch in der Landesligatabelle auf Rang neun ab, und belegt nun einen der vier möglichen Abstiegsplätze.

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Frauen – Landesliga Nord (Spieltag vom 04.05.2019)

Fünf Spieltage vor Rundenschluss konnten die Fußballerinnen des SV Leerstetten auch beim Tabellenvorletzten FC Karsbach im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart nicht punkten. Ohne vier Stammspielerinnen mussten sie sich am Ende mit einer unglücklichen 2:0 (1:0) Niederlage abfinden.
Leerstetten tat sich schwer gegen die robuste Spielweise der Gastgeberinnen und versuchte es vorwiegend mit langen Bällen, die aber meistens zu ungenau gespielt wurden um für Torgefahr sorgen zu können. Auch Karsbach konnte sich selten in den gegnerischen Sechzehner durchspielen und probierte es mit Distanzschüssen, die jedoch Anna Schneewind, im Leerstettener Tor, kaum vor Probleme stellten. Abwehrspielerin Laura Rosenberger war es dann vorbehalten, ihre Farben mit einem Schuss aus der zweiten Reihe in Führung zu bringen. Schneewind sah dabei gar nicht gut aus, als sie das Spielgerät unter sich zum 1:0 ins Tor kullern ließ (31.). In der Folge verpassten es die Gäste gleich zweimal, noch vor der Pause ihre Ausgleichschance zu nutzen. Nach Freistoß durch Tamara Loukas kam Katrin Hauffenmeyer etwa zwanzig Meter vor dem Tor an den Ball und zog aus der Drehung ab. Die Kugel strich knapp am Tor vorbei. Gleich beim nächsten Gästeangriff war es wieder Hauffenmeyer, die die Egalisierungschance auf dem Fuß hatte. Ihre Direktabnahme verfehlte aber auch diesmal das Gehäuse.
Nach der Pause sahen die wenigen Zuschauer ein optisches Übergewicht der Unterfränkinnen, die sich aber immer wieder vor schnellen Gegenstößen Leerstettens in acht nehmen mussten. Ihre Abseitsfalle klappte zwar meistens, aber das ein oder andere Mal gelang es den Gästen doch, gefährlich vor dem Tor von Keeperin Melissa Mennig, auftauchen. Die Partie blieb offen, bis Torjägerin Stefanie Kneitz, in klarer Abseitsposition, am Sechzehnereck an den Ball kam und die Kugel an Schneewind vorbei ins lange Eck zum 2:0 einschieben konnte (79.).Die Proteste bei Schiedsrichter Joachim Feuerbach blieben erfolglos. Leerstetten steckte zwar nie auf, schaffte aber keine Wende mehr.
Leerstetten liegt jetzt nur noch einen Zähler vor den Abstiegsrängen und muss für den Klassenerhalt in den verbleibenden vier Spielen unbedingt punkten. Da neben Karsbach an diesem Wochenende auch Eicha gewonnen hat rücken die Teams am Tabellenende jetzt noch näher zusammen und dürfen sich, außer Hof, jetzt wieder Hoffnung machen die Klasse doch noch zu erhalten.

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