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Frauen – Landesliga Nord (Spieltag vom 16.11.2019)

Im vorgezogenen Rückrundenspiel besiegten die Fußballerinnen des SV Leerstetten die SpVgg Oberfranken Bayreuth hochverdient mit 4:0 (1:0) und konnten damit auf ihrer heimischen Waldsportanlage die 0:1-Auswärtsscharte vom letzten Vorrunden-Spieltag in beeindruckender Manier auswetzen. Neun Punkte aus den letzten vier Spielen lautet nun die Bilanz vor der Winterpause.
Nach anfänglichem Abtasten fanden beide Teams nur zäh ins Spiel. Die Abwehrreihen dominierten und ließen nichts anbrennen, nach vorne wirkten die Aktionen beiderseits kaum strukturiert. Die wenigen Distanzschüsse waren auf beiden Seiten zu harmlos um beide Torhüterinnen ernsthaft vor Probleme zu stellen. Erst kurz vor der Pause gelang es Selina Perzl sich einmal im linken Strafraum durchzusetzen und abzuziehen. Die starke Keeperin Jenny Tanner war aber noch dran und lenkte die Kugel um den langen Pfosten. Man hatte sich schon auf eine torlose erste Hälfte eingestellt, als Katrin Hauffenmeyer aus gut 25 Metern mit ihrem 1:0 Führungstreffer das Signal für die zweite Hälfte setzte (45.).
Entsprechend motiviert ging´s dann nach der Pause auch los bei der Heimelf. Insbesondere Helena Sinke mit ihren Vorstößen übers Mittelfeld und Amy Freymüller mit ihren Dribblings, sorgte immer wieder für Gefahr am und im Bayreuther Sechzehner. Als Freymüller dann nach einem ihrer Soli im Sechzehner auf Perzl quergelegt hatte, kam diese im Zweikampf mit der kurz vorher eingewechselten Gloribel Geißler zu Fall. Hauffenmeyer ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte den von Schiedsrichter Felix Paul verhängten Foulelfmeter sicher zur 2:0-Führung (66.). Diese Aktion war der Dosenöffner für die Gastgeberrinnen, die jetzt klar dominierten. Tina Welsch, hatte jetzt die rechte Außenbahn übernommen und kreierte mit einer scharfen Hereingabe gleich die nächst Chance. Tanner konnte gerade noch vor der heranstürmenden Freymüller bereinigen. Welsch war es dann auch, die wenig später nach einem Eckball mit einem sehenswerten Kopfballgeschoß von der 5-Meterkante für das 3:0 sorgen sollte (70.). Spätestens jetzt war das Spiel für Leerstetten gelaufen. Freymüller belohnte sich am Ende noch für ihre engagierte Leistung mit dem 4:0, nachdem sie ein unwiderstehliches Solo umgeben von gleich vier Abwehrspielerinnen an Keeperin Tanner vorbei abgeschlossen hatte (80.).
Nach diesem letzten Spiel vor der Winterpause müssen die SVL-Fußballerinnen auf ihre langjährige Nummer Eins Anna Schneewind verzichten, die sich für längere Zeit wegen eines Auslandsstudiums nach Fernost verabschieden wird. Die Aufgabe für die Mission Klassenerhalt wird dadurch in der Rückrunde sicher nicht leichter werden. Die Mannschaft überwintert zwar jetzt immer noch auf einem der vier potentiellen Abstiegsränge, hat sich durch die drei Siege in den letzten vier Spielen aber eine wesentlich bessere Ausgangsposition für die Erreichung des gesteckten Zieles erarbeitet.

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Frauen – Landesliga Nord (Spieltag vom 09.11.2019)

Nach zuletzt zwei Siegen in Folge leisteten sich die Landesligafußballerinnen des SV Leerstetten am 11. und letzten Spieltag der Hinrunde eine so nicht eingeplante und absolut unnötige 0:1-Niederlage beim erst letztes Wochenende überholten Tabellennachbarn, der SpVgg Oberfranken Bayreuth, die drei Tage vor dem Spiel dem allgemeinen Trend im Herrenprofifußball gefolgt war und ihren Frauen-Trainer entlassen hatte.
Wieder war bei beiden Teams von Anfang an Zweikampf Trumpf in der alt ehrwürdigen Sportanlage auf der Bayreuther Jakobshöhe. Torszenen waren hüben wie drüben Mangelware. Erst gegen Mitte der ersten Hälfte, bekamen die Mittelfränkinnen mehr Zugriff auf das Spiel ohne jedoch für echte Gefahr im Bayreuther Strafraum sorgen zu können. Bei den wenigen, nach Standardsituationen erzeugten Torraumszenen, erwiesen sich beide Torhüterinnen als Meister ihres Fachs, so dass es torlos in die Pause ging.
Nach dem Pausentee übernahmen die Gäste sofort wieder die Initiative und erhöhten den Druck. Fast folgerichtig führte dies zum ersten Treffer im Spiel, der dann aber vom ansonsten gut leitenden Schiedsrichter Marc Benker wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Nach einem Eckball erwischte die aufgerückte Helena Sinke am rechten Torpfosten einen Ball, den zuvor Bayreuths Sofie Habermann beim Klärungsversuch quergelegt hatte und versenkte ihn unhaltbar im Kasten (57.). Die berechtigten Reklamationen, dass der Ball vom Gegner kam, halfen nichts. Videobeweis gibt’s nicht. Tor ist, wenn es der Schiri gibt und der hat´s anders gesehen. Leerstetten machte trotzdem weiter Druck und kam zu mehreren guten Gelegenheiten. Nach einem Eckball fischte Keeperin Jenny Tanner die Kugel gerade noch aus dem Dreieck (65.). Ein 30 Meter Hammer von Kathrin Hauffenmeyer knallte nur an die Oberkannte der Latte (68.). Jule Kohl drang in den linken Strafraum ein und hatte nur noch Tanner vor sich. Anstatt gleich mit links abzuziehen, legte sie sich die Kugel auf den Rechten und verzog (69.). Das Spiel war fast um, Leerstetten hatte einige gute Gelegenheiten ausgelassen und die Gastgeberinnen konnten bis dato keine einzige Torchance verbuchen. Die mitgereisten Gästefans stellten sich schon langsam darauf ein, wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, als es Hauffenmeyer nochmal wissen wollte. Sie wagte einen letzten Vorstoß, umspielte im Mittelfeld zwei drei Gegnerinnen und blieb an der Vierten hängen. Die Gastgeberinnen schalteten blitzschnell. Ein langer Ball, Alicia Ochs war schneller als die mit aufgerückte Gästeabwehr und ließ Anna Schneewind beim 1:0 keine Chance (88.).
Nach dieser Niederlage stehen die SVL-Frauen am kommenden Samstag um 14:00 Uhr richtig unter Druck, wenn sie versuchen, gegen den gleichen Gegner im vorgezogenen Rückrundenspiel auf heimischem Geläuf, die Scharte von Bayreuth auszuwetzen.

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Frauen – Landesliga Nord (Spieltag vom 02.11.2019)

Am 10. Spieltag trafen auf der Waldsportanlage in Leerstetten zwei Teams aufeinander, die mit bis dahin jeweils 4 Punkten das Tabellenende der Frauen-Landesliga Nord zierten. Nur die Gewinnerinnen des Kellerduells SV Leerstetten gegen FC Pegnitz durften weiterhin darauf hoffen dem drohenden Abstieg doch noch zu entgehen. Hoch motiviert durch den Auswärtssieg vom vergangenen Wochenende beim Tabellenführer, setzten sich die Gastgeberinnen auch gegen das Tabellenschlusslicht mit 4:1 (1:0) durch.
In einer von vielen Zweikämpfen geprägten ersten Hälfte fand die Heimelf besser ins Match und erspielte sich einige gute Möglichkeiten, die aber entweder leichtfertig vergeben, oder durch die starke Gästetorhüterin Nadine Großpietsch zunichte gemacht wurden. Auf der anderen Seite hatte man auch Glück, dass die wenigen Konter der Gäste nicht erfolgreich zu Ende gespielt wurden. Erst unmittelbar vor der Pause besorgte Katrin Hauffenmeyer den 1:0-Führungstreffer. Nach einem Freistoß überwand sie aus gut zehn Metern Großpietsch mit dem Kopf per Bogenlampe ins lange Eck (45.).
Auch im zweiten Abschnitt, jetzt unter Flutlicht, übernahm Leerstetten sofort die Initiative und wurde dafür umgehend belohnt. Tamara Böhm drang, nach schönem Zuspiel von Amy Freimüller, in den Sechzehner ein und vollendete souverän zum 2:0 (52.). Zehn Zeigerumdrehungen später dann der zweite Kopfballtreffer von Hauffenmeyer, leider aber ins falsche Tor. Sie hatte einen Freistoß von Karina Gebhard, unhaltbar für die diesmal im Leerstettener Tor stehende Julia Müller, zum 2:1-Anschlusstreffer für Pegnitz in den eigenen Kasten verlängert (62.). Die bei Pegnitz jetzt aufkeimende Hoffnung währte nur kurz. Selina Perzl hatte sich einen Steilpass im Laufduell ersprintet und wurde im Moment der Ballannahme innerhalb des Sechzehners von hinten gelegt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Hauffenmeyer sicher zum 3:1 (66.). Für endgültige Klarheit sorgte dann Jule Kohl, die einen Querpass von Perzl, die sich wieder im linken Strafraum durchgesetzt hatte, sicher zum 4:1-Endstand verwandelte.
Mit diesem zweiten Dreier in Folge sind die Fußballerinnen des SVL auf den 10. Tabellenrang vorgerückt und bekommen im Kampf um den Klassenverbleib jetzt zweimal, gegen die einen Rang hinter ihnen liegende SpVgg Bayreuth, die Chance weiter zu Punkten. Nächsten Samstag beim Hinrunden-Schluss in Bayreuth und beim vorgezogenen Rückrundenspiel in zwei Wochen zu Hause wird sich´s zeigen wo´s hin geht.

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Frauen – Landesliga Nord (Spieltag vom 26.10.2019)

Ausgerechnet beim klaren Favoriten, der SpVgg Germania, aus Ebing einem Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im Landkreis Bamberg schafften die Fußballerinnen des SV Leerstetten das, was ihnen in bisher 8 Saison-Spielen verwehrt blieb. Mit einem hochverdienten 1:2 (1:0) Auswärtserfolg holten sie ihren ersten Saison-Dreier und stürzten damit gleichzeitig den vor Spielbeginn noch amtierenden Tabellenführer der Frauen-Landeliga Nord.
Von Anfang an war klar, dass die Gäste nur dann eine Chance haben, wenn sie verhindern können, dass die vor 2 Jahren von Eicha nach Ebing gewechselte ehemalige Bayernliga-Torschützenkönigin Caroline Ebert, die auch in dieser Saison mit 12 Treffern schon wieder vorne liegt, zum Zuge kommt. Die von SVL-Trainer Marcel Kröning in erster Instanz beauftragte Katrin Hauffenmeyer löste diese Aufgabe mit Bravur und ließ Ebert über 90 Minuten keinen Stich. Es entwickelte sich ein sehr kämpferisches Spiel im Mittelfeld mit zunächst beiderseits wenigen zwingenden Torgelegenheiten. Erst nach etwa einer halben Stunde musste SVL-Torfrau Anna Schneewind zum ersten Mal ihr Können unter Beweis stellen, als sie einen Ball zuerst an die Latte gelenkt hatte und den Abpraller dann reaktionsschnell zu fassen bekam. Kurz vor der Pause dann doch die Führung für die Favoritinnen. Hannah Zahn hatte sich im linken Strafraum bis zur Grundlinie durchgesetzt. Ihren Rückpass verwertete die aufgerückte Lisa Sommer aus kurzer Distanz zum 1:0 Halbzeitstand (39.).
In Hälfte zwei wurde es dann spannend und es war zunächst wieder Schneewind, die ihr Team im Spiel hielt. In der 56. Minute lenkte sie einen 25 Meter Sommer-Freistoß akrobatisch an die Unterkante der Querlatte und begrub die Kugel im Fallen vor der Linie unter sich. Kurz darauf dann der Ausgleich für Leerstetten durch die gerade erst für die abgekämpfte Miriam Volkert eingewechselten Tina Welsch (56.). Sie erlief einen genialen Steilpass von Annalena Herzog und schob die Kugel unhaltbar an Keeperin Anja Gasseter vorbei ins Netz. Jetzt bekamen die Gäste Aufwind und erspielten sich weitere Möglichkeiten, konnten aber, außer einem Lattentreffer durch Vanessa Faßold, nichts Zählbares verbuchen und hatten auf der anderen Seite Glück, dass auch die Gastgeberinnen zweimal nur den Pfosten trafen. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr war zu spüren, dass die SVL-Mädels noch mehr wollten an diesem Tag. Als SpVgg-Keeperin Gasseter dann ein an sich harmloser Ball im Liegen durch die Finger flutschte, schaltete die agile Romina Trautnitz am schnellsten, schnappte sich die Kugel und lochte zum 1:2 ein (85.). Für die eingewechselte Trautnitz war dieser Treffer ein Fest. War sie doch, als Stammspielerin der „Reserve“, erst am Vorabend zum Kader der „Ersten“ gestoßen und schaffte es jetzt den Siegtreffer zu markieren. „Davon habe ich schon lange geträumt“ war ihr Statement hinterher.
Während Leerstetten mit diesem Erfolg jetzt mit dem FC Pegnitz nach Punkten gleich gezogen hat und nächstes Wochenende die Chance bekommt, zu Hause gegen eben dieses Pegnitz zu Punkten und sich damit weiter vom Tabellenende abzusetzen, hat Ebing seine Tabellenführung an den, dieses Wochenende ebenfalls siegreichen, Schwabthaler SV abgegeben müssen.

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Frauen – Landesliga Nord (Spieltag vom 19.10.2019)

Mit insgesamt 22 Treffern haben die Zuschauer vergangenen Samstag im heimischen Waldsportpark in Leerstetten zwar in zwei Spielen unmittelbar hintereinander jede Menge Tore zu sehen bekommen. Nachdem die Zweite Mannschaft im Bezirksligaspiel gegen die bedauernswerte (SG) SF Bieswang/FV Obereichstätt II mit 15:0 gewonnen hatte, gaben die Landesligafrauen des SVL kein gutes Bild ab. In einem spektakulären und zum Schluss vogelwilden Spiel gaben sie eine 2:0 Pausenführung wieder her und mussten, am für sie endtäuschenden Ende, ihren Gästen vom unterfränkischen Bayernligaabsteiger TSV Frickenhausen mit 3:4 die Punkte überlassen.
Die erste Hälfte gehörte klar den Gastgeberinnen. Als Selina Perzl mit einem Doppelschlag (10., 21.) ihr Team in Führung gebracht hatte, sah man viele lächelnde Gesichter bei den heimischen Fans. In der Folge ergaben sich für Leerstetten noch zahlreiche weitere Chancen, vor allem über die Außenbahnen, die jedoch nicht zu Ende gespielt wurden.
Der ungewohnte Halbzeiterfolg muss wohl dazu geführt haben, dass bei einigen Akteurinnen auf Seiten der Gastgeberinnen nur noch über die Höhe des späteren Sieges nachgedacht und dabei die Konzentration auf das noch bevorstehend nicht unerheblich beeinträchtigt wurde. Jedenfalls ließ man jetzt die Gäste das Heft des Handelns übernehmen. Dies führte bereits in der 56. Minute zum Anschlusstreffer für die Unterfränkinnen. Simone Sing durfte im Fünfer unbedrängt eine Flanke mit dem Kopf ins Tor verlängern. SVL-Trainer Marcel Kröning reagierte und brachte mit Nina Roß Verstärkung für den Angriff. Zunächst war es aber Amy Freymüller, die zweimal kurz hintereinander die Chance hatte nach Kontern den Deckel drauf zu machen. Beim ersten Mal wurde sie, kurz hinter der Mittellinie nicht angegriffen und sah, dass Gästekeeperin Lisa Uhl zu weit vor ihrem Kasten stand, brachte die Kugel aber nicht im leeren Gehäuse unter (66.). Wenig später war sie wieder ihrer Abwehrspielerin enteilt, drang in den Sechzehner ein und ließ sich von der heraus stürzenden Keeperin den Ball noch vom Fuß nehmen (70.). In der letzten Viertelstunde wurde es dann wild. Schiedsrichter Heiko Trost wertete eine Abwehr von Katrin Hauffenmeyer im Strafraum als regelwidrig und zeigt auf den Punkt. Angelina Schreck ließ sich die Chance zum 2:2 Ausgleich nicht entgehen (76.). Schon der erste Angriff nach Wiederanpfiff sollte die erneute Führung für Leerstetten bringen. Aus kurzer Distanz wuchtet Nina Roß unter frenetischem Jubel der Fans einen Flugkopfball unhaltbar zum 3:2 ins Netz (79.). Eigentlich muss man so ein Spiel spätestens jetzt nach Hause schaukeln. Aber es kam so wie´s oft kommt, wenn man zu viele eigene Gelegenheiten liegen lässt. Ein weiterer Strafstoß nach Foul von Julia Müller an Sing bringt den erneuten Ausgleich, wieder durch A. Schreck für die Gäste (86.). Dieselbe Spielerin machte dann für die nie aufsteckenden Gäste mit einem 30m Freistoß den Deckel zum 3:4 drauf (87.).
Angesichts von jetzt 7 Niederlagen hintereinander wir die Lage für den SVL immer prekärer. Der Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz beträgt jetzt 11 Punkte und es sind nur noch drei Begegnungen in der Hinrunde zu spielen. In der nächsten geht’s zum Spitzenreiter nach Ebing.

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