Adidas
NiKaSport
Sportlandkreis Roth

23.10.2021 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 8. Spieltag:

Auch ohne ihre durch das Sportgericht gesperrte Torjägerin Katrin Hauffenmeyer (8 Tore in 6 Spielen) holten sich die Frauenfußballerinnen des SV Leerstetten ihren nächsten Heimdreier. Mit einem ungefährdeten 3:1 (1:1) festigten sie, gegen die Aufsteigerinnen der FVgg Kickers Aschaffenburg, ihren zweiten Tabellenplatz.

Gewarnt durch die beiden letzten Erfolge der Gäste aus dem hohen Norden Bayerns starteten die SVL-Mädels hellwach in die Partie und übernahmen sofort die Initiative. Sie nagelten Aschaffenburg in der eigenen Hälfte fest und kamen nach präzisen Diagonalpässen gleich zu mehreren Torabschlüssen durch Selina Perzl, Annalena Herzog und Nina Ruckriegel, die jedoch zunächst alle an Gästekeeperin Ann-Katrin Burger oder der Latte scheiterten. Herzogs gefühlvoller Heber, nach Perzl-Flanke, über vier Abwehrspielerinnen und vorbei an der heraus eilenden Burger brachte dann das überfällige 1:0 (10.). Nach der Führung waren die Gastgeberinnen weiterhin das gefährlichere Team und ließen mit ihrem reaktions- und gedankenschnelleren Spiel keine Gefahr vor dem eigenen Tor aufkommen. Nach einer halben Stunde stand es trotzdem 1:1. Laura Felbinger hatte bei ihrem Abwehr Versuch das Pech, dass ihr im Sechzehner ein Ball an die Hand sprang. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kristina Link zum glücklichen Ausgleich. Julia Müller war fast noch dran. Zehn Minuten später hätte ein Distanzschuss der Gäste fast den Spielverlauf auf den Kopf gestellt, wenn nicht Müller den von der Querlatte ins Feld zurückspringenden Ball vorher noch mit den Fingerspitzen abgelenkt hätte. So ging es mit dem Remis in die Pause.

Auch in Hälfte zwei sahen über 90 Zuschauer ein offensives Heim-Team, in dem Tamara Loukas, Herzog und Ruckriegel bei ihren Vorstößen die Kugel nicht im Gästegehäuse unterbrachten bzw. in Burger ihren Meister fanden. Erst Mitte der zweiten Hälfte konnte Perzl mit ihrer Direktabnahme zum 2:1, nach Zuspiel von Herzog, die Weichen für einen SVL-Erfolg stellen (71.). Kurz darauf machte dann Ruckriegel endgültig alles klar für ihr Team. Nachdem sie 3 Zeigerumdrehungen vorher noch an Burger gescheitert war, ist sie diesmal, nach Pass der eingewechselten Elisa Fricke, vor der Strafraumgrenze schneller am Ball als die aus ihrem Tor stürmende Keeperin und kann ungehindert zum 3:1 vollenden (75.). Die Elf des Trainerteams Trainer Marcel  Kröning und Christian Tischner kann nach diesem Sieg die stolze Bilanz von fünf Erfolgen und zwei Unentschieden vorweisen und bleibt damit in dieser Saison weiter ungeschlagen.

Während sich Aschaffenburg nächsten Samstag um 14 Uhr im Heimspiel gegen Neusorg gute Chancen ausrechnet, wird es zwei Stunden später für Leerstetten wohl nicht leicht werden. Im Spitzenspiel bei der ebenfalls noch unbesiegten SpVgg Germania in Ebing, einem Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg, geht es um die Tabellenführung.

Zu den Bildern

16.10.2021 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 7. Spieltag:

Remis auf Augenhöhe

Keinen Gewinner gab es beim Aufeinandertreffen zweier ebenbürtiger Teams in der Frauen Landesliga Nord. Beim Tabellendritten, der Zweitvertretung des SV 67 Weinberg, holten sich die Fußballerinnen des SV Leerstetten vergangenen Samstag ein glückliches aber dennoch verdientes 2:2 (2:1) und bleiben damit nach dem 7. Spieltag weiter ungeschlagen.

Wie am Spieltag davor, begann das Match wieder mit einem perfekten Start für das Gastgeberteam, das diesmal aber nicht Leerstetten sondern Weinberg hieß. Bereits in der 2. Spielminute gelang es Sara Hofmann SVL-Keeperin Amanda Stahl aus kurzer Distanz zu überwinden. Leerstetten zeigte sich unbeeindruckt, versuchte durch strukturiertes Spiel einen Weg in die gegnerische Hälfte zu finden, tat sich aber zunächst schwer gegen die bis dahin beste Abwehr in der Liga. Die erste echte Gelegenheit vergab dann Katrin Hauffenmeyer, als sie nach Alleingang knapp verzog (12.). Bei ihrem nächsten Versuch machte sie es besser und ließ Torfrau Anja Treiber beim Ausgleichstreffer aus 12 Metern keine Chance (14.). Beide Teams kamen zu weiteren Gelegenheiten. Sie schenkten sich nichts und gingen, im Rahmen des erlaubten, hart zur Sache. SVL-Keeperin Stahl, die ihre Farben, bei einem Distanzschuss, mit einer guten Parade noch im Spiel gehalten hatte, war kurz darauf machtlos. Mit ihrem zweiten Tagestreffer hatte Hofmann einen zu kurz abgewehrten Ball, im Sechzehner, platziert ins linke Eck zum 2:1 ein genetzt (26.). Unmittelbar vor der Pause dann zunächst neue Hoffnung für die Gäste nach einem Pfiff von Schiedsrichter Vincent Lörler. Hauffenmeyer war im Sechzehner gelegt worden und trat zum Strafstoß selber an. Zum Leidwesen der mitgereisten Gästefans und zur Freude der heimischen unter den 60 Zuschauern zielte sie aber knapp daneben (45.+2).

Die zweite Hälfte war geprägt von intensiven Mittelfeldduellen. Beide Abwehrreihen waren bis kurz vor Ende stets Herr der Lage. Als für Weinberg der Erfolg schon fühlbar war und Leerstetten nichts mehr zu verlieren hatte, ersetzt das Leerstettener Trainerduo Marcel Kröning/Christian Tischner Abwehrspielerin Ronja Hauck durch Stürmerin Sarah Huber. Sie stellten von Vierer- auf Dreierkette um. Leerstetten wollte unbedingt den Ausgleich, warf alles nach vorne und hatte am Ende das notwendige Quäntchen Glück. Ein Zuspiel der zur Pause eingewechselten Katrin Graßler erreichte im Fünfmeterraum Annalena Herzog, die kurz vor der Grundlinie an der abtauchenden Torhüterin vorbei zum 2:2 Ausgleich vollendete (90.+2). Die Gäste drängten jetzt auf noch mehr und hatten in der hitzigen Nachspielzeit schließlich noch das Pech, dass der ansonsten gut leitende Schiedsrichter eine Armbewegung von Hauffenmeyer, mit der sie den Haltegriff ihrer Gegenspielerin abwehren wollte, als Tätlichkeit wertete und Rot gab (90.+4).

Wenngleich Weinbergs Coach Uwe Obermeier sehr endtäuscht war über das späte Remis, so entspricht es durchaus dem Spielverlauf und hält beide Teams weiter in der Spitzengruppe der Tabelle. Für beide Teams stehen am kommenden Samstag die nächsten Bewährungsproben an. Weinberg II muss um 14 Uhr beim SV Neusorg in der Oberpfalz antreten, während der SV Leerstetten um 16 Uhr zu Hause die Aufsteiger FVgg Kickers Aschaffenburg begrüßen wird, die zuletzt Veitshöchheim und Greuther Fürth II geschlagen haben.

Zu den Bildern

09.10.2021 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 6. Spieltag:

Die Fußballerinnen des SV Leerstetten blieben auch am 6. Spieltag ungeschlagen. Gegen die Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg behielten sie nach einem spannenden Match mit 3:1 (2:1) die Oberhand und grüßen weiter von der Tabellenspitze der Frauen Landesliga Bayern Nord.

Die Gastgeberinnen erwischten einen Start nach Maß. Unmittelbar nach dem Anstoß tankte sich Annalena Herzog auf links durch und ließ mit ihrem Schlenzer vom Fünfereck Gästetorfrau Celia Steinert keine Chance. Die Gäste wirkten geschockt und fast etwas überfordert zu diesem Zeitpunkt. Bei ihren Versuchen sich den stürmischen SVL-Attacken zu erwehren holten sie Katrin Hauffenmeyer im Sechzehner von den Beinen. Den von Schiedsrichter Tobias Paul verhängten Strafstoß setzte Laura Felbinger knapp am Tor vorbei. Kurz darauf scheiterte Nina Ruckriegel mit ihrem Kopfball knapp am langen Pfosten. Leerstetten ließ dem Club in dieser Anfangsphase durch intensives Anlaufen, schon in dessen Hälfte, kaum Raum. Der Lohn dafür war das frühe 2:0 durch Hauffenmeyer (15.). Sie erwischte einen gegnerischen Querpass und hatte, allein vor Steinert, keine Mühe die Kugel ein zu netzen. Mit der Führung im Rücken nahm Leerstetten jetzt den Fuß etwas vom Gas. Der Club kam dadurch besser ins Spiel und jetzt auch selber zu den ersten Gelegenheiten. Kurz vor der Pause führte dann eine an sich nicht zwingende Situation zum Anschlusstreffer für die Gäste. Nach einer Standartsituation schaltete Silke Birkner-Reichenbacher am schnellsten und staubte zum 1:2 ab (40.).

Die für ein Frauen-Fußballspiel stattliche Kulisse von über 100 Zuschauern sah nach der Pause ein offenes spannendes Spiel. Während Leerstetten sich weiter um die endgültige Entscheidung bemühte, suchten auch die Nürnbergerinnen jetzt immer häufiger den Weg nach vorne. Gegen eine konzentriert arbeitende SVL-Abwehr konnten sie sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Spätestens bei SVL-Keeperin Julia Müller war Schluss. Da auch die Gastgeberinnen mit den sich jetzt für sie auftuenden Kontermöglichkeiten recht fahrlässig umgingen, blieb es bis zum Schluss spannend. Erst als, kurz vor Schluss, Katrin Hauffenmeyer mit ihrem zweiten Treffer das 3:1 erzielt hatte, waren alle Zweifel beseitigt. Sie hatte am Sechzehner-Kreis einen Zweikampf für sich entschieden, war schneller am Ball als Gäste-Keeperin Steiner und konnte unbedrängt zum erlösenden 3:1 vollenden (87.).

Die nächst Bewährungsprobe für den SV Leerstetten wartet nun am kommenden Samstag, 16.10.2021 um 16 Uhr bei der Zweitvertretung des SV Weinberg. Der Club empfängt einen Tag später am Valznerweiher das Team des SV Neusorg.

Zu den Bildern

02.10.2021 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 5. Spieltag:

SV Leerstetten zündet Feuerwerk in Reitsch

Aufgrund ihrer diesmal überragenden Chancenverwertung holten die Fußballerinnen des SV Leerstetten beim oberfränkischen Landesligisten SV Reitsch ein hochverdientes 6:1 (3:0) und bleiben damit weiter ungeschlagen in der Spitzengruppe der Tabelle.

Nachdem es letztes Wochenende gegen Neusorg wegen der eigenen Abschlussschwäche gerade noch zum Remis gereicht hatte, starteten die SVL-Frauen am vergangenen Samstag zwar mit etwas mulmigem Bauchgefühl, dafür aber hoch konzentriert, ins Spiel beim Aufsteiger aus dem Landkreis Kronach. Spätestens nach einer halben Stunde war ihre Verunsicherung verflogen. Zweimal Nina Ruckriegel per Kopfball (18., 30.) und dazwischen Katrin Hauffenmeyer (24.) hatten mit ihren Treffern für eine beruhigende Führung gesorgt. Mit vorbildlicher Abwehrarbeit erlaubten sie ihren Gastgeberinnen kaum Torgelegenheiten und ließen bis zur Pause nichts mehr anbrennen.

Auch in Hälfte zwei gelang es Leerstetten die Konzentration hoch zu halten. Die Gäste funktionierten als Team und ließen ihren Gegenspielerinnen kaum Raum. Als Tamara Loukas (58.) mit einer sehenswerten Einzelleistung auf 4:0 und Hauffenmeyer (64.) mit ihrem zweiten Treffer gar auf 5:0 erhöht hatte, gab es sogar Komplimente von einigen Einheimischen unter den gut 100 Zuschauern. Sie sahen inzwischen einen Klassenunterschied zu ihrem eigenen Team. Im Gefühl des nun sicheren Erfolges schlichen sich jetzt ein paar Nachlässigkeiten im Leerstettener Abwehrverhalten ein, die kurz vor Schluss noch den Ehrentreffer für den SV Reitsch zum 1:5 durch Kristin Rebhan (88.) ermöglichten. Hauffenmeyer (89.) stellte mit ihrem dritten Tagestreffer, unmittelbar nach Wiederanpfiff, den alten Abstand wieder her.

Zusammen mit der SpVgg Ebing und dem FC Schweinfurt 05 gehört Leerstetten damit weiter zu den bisher ungeschlagenen Teams in der Liga und hat jetzt, saisonübergreifend seit November 2019, in 12 Pflichtspielen nicht mehr verloren. Während der SV Reitsch am kommenden Sonntag sein Glück beim SV Neusorg versuchen muss, erwartet den SV Leerstetten einen Tag vorher um 16:00 Uhr gegen die zweite Mannschaft des 1.FC Nürnberg zuhause seine nächste Bewährungsprobe.

Zu den Bildern

25.09.2021 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 4. Spieltag:

Die Fußballerinnen des SV Leerstetten schafften es am vierten Landesliga-Spieltag nicht eine sicher geglaubte 2:0 Führung über die Zeit zu bringen. Der SV Neusorg konnte, dank einer starken Leistung in der zweiten Halbzeit ausgleichen und einen Punkt von der Waldsportanlage in die Oberpfalz mitnehmen.

Gut 100 Zuschauer sahen Leerstetten, nach einem gefährlichen Distanzschuss der Gäste, sofort in der Initiative und jubelten bereits in der 9. Spielminute, als der Ball das erste Mal im Gästetor zappelte. Annalena Herzog hatte auf Katrin Hauffenmeyer durchgesteckt, die die Gäste-Torhüterin Laura Bächer umspielt und die Kugel quergelegt hatte, so dass Selina Perzl, die von hinten heranstürmte, nur noch einschieben musste. Das Tor zählte aber wegen Abseits nicht. Da es im Amateurfußball keinen Schiedsrichterkeller gibt, zählt nur die alten Weisheit: „Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift“. Schiedsrichter Thomas Scheels pfiff. Er hatte zwar kurz gezögert, aber er pfiff. Ob er dabei von den zwar üblichen, aber dennoch unfairen Zurufen der gegnerischen Bank, beeinflusst wurde, sei dahingestellt. Die Gastgeberinnen ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen und kamen zu weiteren Chancen. Einen hart getretenen Freistoß von Tamara Böhm fischte Keeperin Bächer gerade noch aus dem Winkel, der Nachschuss von Ronja Hauck strich knapp über das Gebälk (11.). Kurz darauf zirkelte Böhm einen Eckball genau auf den Fuß von Nina Ruckriegel, die am Fünfer hinter dem langen Pfosten stand und volley zum 1:0 ein netzte (13.). Die folgende SVL-Drangperiode mit mehreren Eckbällen hintereinander verteidigten die Gäste mit Glück und Geschick. Irgendwie lag jetzt das 2:0 in der Luft, aber sowohl Hauffenmeyer als auch Herzog und Ruckriegel zielten bei ihren Abschlüssen zu ungenau bzw. scheiterten an der starken Bächer. Ohne echte Gäste-Chance ging es mit der knappen SVL-Führung in die Pause.

In Hälfte Zwei kam der SVL gleich zu weiteren Möglichkeiten. Nach einem Distanzschuss von Perzl, der knapp am langen Pfosten vorbei strich und einer guten Gelegenheit von Herzog, die einen etwas zu straff durchgesteckten Ball allein vor der Neusorg-Keeperin knapp nicht mehr erreichte, schaffte Hauffenmeyer die zu diesem Zeitpunkt überfällige 2:0 Führung (52.). Sie kam nahe dem Mittelkreis an den Ball, drehte sich geschickt um drei Gegenspielerinnen und schloss aus vollem Lauf unhaltbar ab. Wer jetzt gedacht hatte das war´s sah sich getäuscht. Neusorg steckte nicht auf und sorgte mit langen Bällen auf Susanne Stich immer wieder für Gefahr in der gegnerischen Hälfte. Als dann Laura Eller nach einem Stich-Freistoß per Abstauber aus kurzer Distanz den Anschlusstreffer erzielt hatte (63.), kam Neusorg immer besser ins Spiel. SVL-Keeperin Julia Müller bekam jetzt mehr Arbeit. Gegen den unhaltbaren Sonntagsschuss von Torjägerin Stich, die aus gut 25 Metern abgezogen hatte, war sie aber machtlos (83.). Das Spiel war gekippt, es stand 2:2 und dabei blieb es bis zum Ende. Während die Gästespielerinnen sich als der moralische Sieger fühlen durften, trauerten die SVL-Mädels wohl ihren vergebenen Chancen aus der ersten Hälfte nach. Sie können sich nur mit der Tatsache trösten, dass sie weiter ungeschlagen in der Spitzengruppe der Tabelle stehen. Nächsten Samstag um 16:00 Uhr können sie beim starken Aufsteiger SV Reitsch beweisen, ob sie auch dort hin gehören.

Zu den Bildern